Lisa Pfefferkorn

gNORMT – NORMEN FORMEN. Wie Gestaltung zur Bewusstseinsschaffung von Geschlechternormen hinsichtlich der frühkindlichen Entwicklung beitragen kann.

Betreuer: Dr. Hubert Matt

Wir alle haben eine konkrete Vorstellung davon, was einen Mann und eine Frau ausmacht und welche Rolle einem Menschen aufgrund seines Geschlechtes zukommt. Diese Bilder sind allgegenwärtig. Sie spiegeln sich im Verhalten, in Objekten und in der Sprache und werden von der Gesellschaft, der Familie und Institutionen geformt, genährt und gefestigt. Indem Kinder schon vor der Geburt mit klischeehaften Zuschreibungen in Berührung kommen, befinden wir uns in einem Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Die vorliegende Arbeit baut auf die These auf, dass das sozial konstruierte Rosa–Blaue–Gedankenmuster vor allem durch Gespräche aufgebrochen werden kann. Anhand von Literaturrecherche sowie bestehender empirischer Studien werden jene Berührungspunkte beleuchtet, an denen sich die Prägung von Kindern am stärksten abzeichnet. Dort ist sowohl der Handlungsbedarf als auch die Wirkung von Interventionen am größten. Mein Projekt gNORMT stellt den Versuch dar, einen Ort des Austausches zu schaffen und Menschen für Geschlechternormen zu sensibilisieren. Das Projekt wird im Folgenden beschrieben und anhand qualitativer Gespräche mit der Dialoggruppe evaluiert. Zusätzlich werden in Anlehnung an bestehende Praxisprojekte weitere Methoden und Maßnahmen geschildert, um Bewusstseinsbildung sowie langfristige Verhaltensänderung zu erzielen. Meine Bachelorarbeit kann nur eine Momentaufnahme darstellen, zumal gesellschaftliche Normen stets im Wandel sind. Da wir alle den Wandel mitgestalten, verkörpert diese Arbeit einen Denkanstoß. Wir entscheiden, was wir unseren Kindern vorleben und mitgeben möchten. So können wir alle einen Teil dazu beitragen, vorherrschende Normen aufzubrechen, damit sich Kinder frei und unabhängig entwickeln können.